Waldbahn-Aus

Unser Statement zum „Waldbahn-Aus“

Junge Menschen werden durch das Aus der Waldbahnstrecke Gotteszell - Viechtach in ihrer Mobilität stark eingeschränkt.

Pünktlich zur Kommunalwahl 2020 veröffentlichte der KJR Regen die Jugendpolitischen Forderung zu dieser. 11 Forderungen wurden aufgestellt und kandidierende Politiker*innen nahmen Stellung dazu. Eine dieser Forderungen war es „ÖPNV stärken!“, welche wie folgt lautete:

 

„Der ÖPNV ist für junge Menschen ein wichtiges Mittel, mobil zu bleiben/zu werden. Zudem stellt er eine klimafreundliche Alternative zum Auto dar.

Jedoch ist es im ländlichen Raum aufgrund der vielen Herausforderungen oft schwierig, den ÖPNV zu nutzen.

Wir fordern sowohl eine Verbesserung der Anschlüsse und Erweiterung der Zeiten von Bus/Bahn als auch ein Erhalt aller Bus/Bahn/Rufbuslinien.

Zudem sollen alle jungen Menschen über ein landkreisweites Ticket kostenlosen Zugang zum gesamten ÖPNV-Netz bekommen.“

 

Doch was nun durch die Staatsministerin Schreyer verkündet wurde, widerspricht dieser Forderung grundlegend. Viele junge Menschen werden unter der Beendigung der Bahnlinie massiv in ihrer Mobilität eingeschränkt werden. Dabei wird es sich nicht nur um Einschränkungen in der Freizeitgestaltung handeln, sondern viel mehr auch um Einschränkungen in ihrem beruflichen Alltag. Ohne Bahnverbindung zwischen Gotteszell und Viechtach, werden gerade Jugendliche entlang dieser Bahnstrecke, weitaus schwerwiegender in ihrer Wahl des Ausbildungsplatzes/der Arbeitsstelle eingeschränkt werden. Für eine*n 15 jährige*n Auszubildende*n, wohnhaft in Gotteszell wird es so wohl sehr viel schwerer einen Ausbildungsplatz in Viechtach anzutreten. Ebenso sind die beiden Berufsschulstandorte im Landkreis mit Einstellung der Bahnlinie nicht mehr per Zug verbunden. Dies bedeutet auch eine massive Einschränkung in der Mobilität von jungen Menschen außerhalb unseres Landkreises, die mittels Waldbahn in die Hotelberufsschule nach Viechtach anreisen.

Bei vielen jungen Menschen steht die Waldbahn hoch im Kurs und bietet eine Alternative zum Auto. Unter dem Gesichtspunkt der „Nachhaltigkeit“ engagieren sich viele Jugendliche verstärkt für diese in Organisationen wie der „Fridays for Future“-Bewegung und stehen für einen nachhaltigen Lebensstil, der ihnen gerade in der Mobilität im ländlichen Raum durch eine Einstellung der Bahnlinie weiter erschwert wird.

Weniger Mobilität = mehr Einschränkungen und wer verdenkt es hier jungen Menschen, wenn sie sich daher auf die Suche nach Wohnorten machen, bei dem die Welt auch ohne Auto entdeckt werden kann.

Wir stehen weiterhin zu unserer Jugendpolitischen Forderung, dass der ÖPNV und damit auch die Bahnstrecke Go-Vit beibehalten und vorallem auch gestärkt werden muss. Sie ist ein Gewinn für die gesamte Region und auch gerade für die jungen Menschen in unserem Landkreis.

Vorstandschaft und Geschäftsführung

 

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